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Semiotischer Irrtum

Die (fälschliche) Gleichsetzung eines Symbols mit dem symbolisierten Objekt oder Konzept.

Zum Beispiel ist das Wort „Baum“ kein Baum, sondern eben ein Wort. Ebenso sind Symbole grundsätzlich nicht identisch mit dem Objekt, welches sie symbolisieren.

Erklärung

Am besten wird diese Unterscheidung – und ebenso der hier bezeichnete Denkfehler – wohl durch René Magrittes Gemälde „La trahison des images“ (frz.: „Der Verrat der Bilder“) illustriert.

Das Bild zeigt eine Pfeife vor einem ein­farbigen Hinter­grund. Darunter befindet sich der Schrift­zug: „Ceci n’est pas une pipe” (frz.: „Dies ist keine Pfeife“).

In diesem Zusammenhang ist die Lösung dieses scheinbaren Widerspruches natürlich ziemlich nahe liegend: es handelt sich in der Tat nicht um eine Pfeife, sondern um das Bild einer Pfeife.

Ausnahmen

Homologe/Autologe

Das Wort „Wort“ ist genau das, was es beschreibt, nämlich ein Wort.

Beispiele

Eine schöne Illustration dieses Denkfehlers findet sich in diesem (fehlerhaften) Syllogismus, der hier frei nach Thomas von Aquin zitiert wird:

Sokrates ist ein Mensch.
Mensch ist eine Gattung.

Daraus folgt: Sokrates ist eine Gattung.

Hierbei bezeichnet das Wort „Mensch“ im Obersatz die „Menge aller Individuen der Gattung Mensch“ und im Untersatz den Begriff „Mensch“ selbst, als Bezeichnung ebendieser Gattung. Damit begeht dieser Syllogismus einen Mehrdeutigkeitsfehler aufgrund einer Äquivokation und ist folglich ungültig.

Siehe auch

FIXME Dieser Artikel ist noch in Bearbeitung.

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