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(Fehlschluss der) Monokausalität

Bezeichnet die (irrtümliche und meist implizite) Vermutung, ein Phänomen habe eine einzige (relevante) Ursache.

Beispiel:

Das Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand ist die [alleinige] Ursache des Ersten Weltkrieges.

Auch wenn dieses Attentat gemeinhin aus der wichtigste Auslöser des Krieges gilt, waren die Ursachen sehr viel weiter gestreut.

Andere Namen

  • Kausaler Reduktionismus
  • Fallacy of monocausality

Beschreibung

Viele Phänomene – insbesondere solche mit sozialen oder gesellschaftlichen Aspekten – beruhen auf kom­plexen Wirkungs­beziehungen. Oft sogar mit Rückkoppelungseffekten, d.h. dass der „Effekt“ wiederum eine Auswirkung auf die „Ursache“ haben kann.

Dem gegenüber stehen Phänomene z.B. in der Physik, die möglichst auf einfache Ursache-Wirkung-Bezieh­ungen reduziert betrachtet werden sollen (und meist können).

Der Fehler besteht darin, solche Komplexitäten zu ignorieren, und einen einzelnen Aspekt als alleinige oder maßgeblichen kausale Ursache eines Phänomens anzusehen.

Einschränkungen

Es ist ausdrücklich kein Fehler in Situationen, in denen tatsächlich eine monokausale Beziehung nach­gewiesen werden kann, oder in denen der Beitrag anderer Faktoren vernachlässigbar klein ist, oder für die jeweilige Abstraktionsebene keine Relevanz hat.

Solche Situationen dürfte man außerhalb von formalen Systemen (Mathematik, Logik) allerdings höchstens noch in der Physik vorfinden.

FIXME Dieser Artikel ist noch in Bearbeitung und daher unvollständig.

Siehe auch

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