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Naturalistischer Fehlschluss

Eine Form von unzulässiger Verallgemeinerung, bei der von einem ist-Zustand auf einen soll-Zustand geschlossen wird.

Kriege sind Teil der Menschheitsgeschichte solange wir zurückblicken können.
Daher ist der Krieg ein guter und wünschenswerter Zustand.

Auch wenn in der Tat die Kriegsführung immer ein Teil der Menschheitsgeschichte, kann man daraus nicht schließen, dass dies ein in irgendeiner Form wünschenswerter Zustand sei.

Hinweis: Dieser Denkfehler sollte nicht mit dem Fehlargument, dass alles „natürliche“ gut sei, verwechselt werden. Letzteres wird hier unter „Naturargument“ erklärt.

Auch mit dem ökologischen Fehlschluss – einer unzulässigen Verallgemeinerung von statistischen Merk­malen auf die Individuen einer Population – hat dieser nur sehr entfernte Verwandtschaft.

Andere Namen

  • Sein-Sollen-Fehlschluss
  • Naturalistic fallacy

Beschreibung

FIXME Dieser Artikel ist noch in Bearbeitung und daher unvollständig.

Beispiele

Rechtschreibreform

Seit über hundert Jahren schreiben wir „daß“ mit scharfem S
Deswegen ist dies die einzige richtige Schreibweise.

Anlässlich der Rechtschreibreform von 1996 wurde so oder so ähnlich gegen die Schreibweise von „dass“ mit Doppel-S argumentiert. Im Extremfall wurde sogar behauptet, dass durch diese (und weitere) Änderungen der Rechtschreibregeln ältere Texte „unlesbar“ würden (was natürlich nicht eingetreten ist).

Während es sicher gute Argumente für oder wider einer Änderung der Rechtschreibregeln gibt, ist alleine ein „das haben wir schon immer so gemacht“ keine gute Argumentation.

Siehe auch

Weitere Informationen

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