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logik:begriffe:induktion

Induktion

Logischer Schluss, bei dem aus spezifischen Erkenntnissen auf allgemeingültige Gesetzmäßigkeiten geschlossen wird.

Dabei sind Induktionsschlüsse auch wenn die Prämissen wahr sind, nicht notwendig wahr sondern nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit.

Andere Namen

  • Ἐπᾰγωγή [Epagogé ]

Beispiele

Alle Schwäne sind weiß

Jeder Schwan, den ich bisher gesehen habe ist weiß.
Also sind alle Schwäne weiß.

Schlüsse dieser Form können zwar pragmatisch sinnvoll sein, das Beispiel zeigt aber auch, welche Probleme sich aus induktiven Schlüssen ergeben können:

  • Wird ein zu kleiner Teil der Schwan­population betrachtet, kann man z.B. den Fehler der vorschnellen Verallgemeinerung begehen – tatsächlich gibt es (wenn auch bei uns sehr seltene) schwarze Schwäne, wodurch die Regel widerlegt wird.
  • Durch eine Vorauswahl bei der Beobachtung werden bestimmte Fälle nicht betrachtet – in diesem Fall wurden nur bei uns heimische Schwan­arten beobachtet, nicht etwa der in Australien heimische Trauerschwan.

Wahlforschung

Die folgende (stark vereinfachende!) Aussage beschreibt wie durch Induktion eine Aussage der Wahlforschung ermittelt wird:

36% der Befragten in einer Zufallsstichprobe von 1000 haben angegeben, Partei A wählen zu wollen.
Daraus folgt, dass 36% (±3%) der gesamten Wahlbevölkerung Partei A wählen wollen.

Siehe auch

Weitere Informationen

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logik/begriffe/induktion.txt · Zuletzt geändert: 2021/02/20 14:43 von Sascha Leib