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Mu

Ein aus dem Zen-Buddhismus entlehnter Begriff, der als aus­weich­ende Antwort für Ent­scheid­ungs­fragen (Ja-/Nein-Fragen) ge­braucht wird, um damit auszudrücken, dass die Frage nicht mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden kann, etwa weil die implizierten Prämissen nicht gegeben sind.

Die semantische Bedeutung ist vergleichbar mit der im Deutschen üblichen Antwort: „weder … noch“, wie im folgenden Beispiel:

— Hast du eine Schwester oder einen Bruder?
Weder … noch!

Beschreibung

Der Begriff „mu “ entstammt aus dem Japanischen (Kanji: , bzw. Hiragana: ) und bezeichnet dort die Abwesenheit von etwas. Es kann in dieser Bedeutung mit „nichts“ oder „ohne“ übersetzt werden.

Dabei ist mu ein zentrales Konzept der Philosophie des Zen-Buddhismus, mit dem die Limitationen eines Dualistischen Weltbildes aufgezeigt werden.

Als logisches Konzept wurde der Begriff vor allem durch Douglas Hofstadters Buch „Gödel, Escher, Bach“ in der westlichen Welt verbreitet.

Siehe auch

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