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Enthymem(-Fehler)

Werden logische Prämissen nicht ausformuliert, sondern nur impliziert ( Enthymem), kann das zu Mehrdeutigkeiten und in der Folge zu Fehlannahmen über die Prämissen führen.

Ein Beispiel für einen (gültigen) Schluss aufgrund einer implizierten Prämisse wäre der folgende:

Sokrates ist ein Mensch.   –   (Prämisse)
[und alle Menschen sind sterblich]   –   (implizierte Prämisse)

Daraus folgt: Sokrates ist sterblich.   –   (gültiger Schluss)

Ein Beispiel für eine ungültige Schlussfolgerung wäre dagegen:

Der Autor dieses Artikels ist ein Philosoph.   –   (Prämisse)
[und alle Philosophen sind sehr kluge Menschen]   –   (implizierte Prämisse)

Daraus folgt: Der Autor dieses Artikels ist ein sehr kluger Mensch.   –   (ungültiger Schluss)

Hinweis: der Autor dieses Artikels möchte an dieser Stelle auf die Fallacy-Fallacy hinweisen, wonach auch ein ungültiger Schluss eine wahre Aussage enthalten kann.

Beschreibung

Anders als in der Rhetorik, vermeidet man in der Logik normalerweise unausgesprochene Prämissen, oder man versucht, diese explizit zu machen, etwa indem man sie (wie in den Beispielen oben) ausschreibt.

Ist die implizierte Prämisse so wie in dem Beispiel oben für jeden erkennbar – und vor allem erkennbar wahr – ist dies recht unproblematisch; es gibt aber Situationen, in denen es zu logischen Problemen kommen kann:

Unklarer Wahrheitswert

Nicht immer ist der Wahrheitswert einer Aussage so klar und unstrittig wie bei „alle Menschen sind sterblich“. Man nehme zum Beispiel die folgende Aussage:

„Drei Farben: Blau“ ist ein französischer Film, deswegen ist er langweilig.

Auch hier ist wieder eine Prämisse impliziert. In diesem Fall könnte sie lauten: „alle französischen Filme sind langweilig“ – was vermutlich nicht jeder Filmfreund als wahre Aussage akzeptieren dürfte.

Ebenso ist die Aussage „alle Philosophen sind sehr kluge Menschen“ zumindest fragwürdig. Mit Sicherheit hat aber nicht jeder, der sich selbst „Philosoph“ nennt, oder von anderen so genannt wird, die Klasse eines Aristoteles oder Immanuel Kant.

FIXME Dieser Artikel ist noch in Bearbeitung und daher unvollständig.

Siehe auch

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