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Falsche Grundannahmen

In den Prämissen eines logischen Schlusses können (unausgesprochene) Grundannahmen enthalten sein, die nicht korrekt oder irreführend sind.

Zum Beispiel wird im sog. Paradoxon des Epimenides die folgende Grundannahme (in eckigen Klammern gesetzt) impliziert:

Alle Kreter sind Lügner.
[und ein Lügner ist eine Person, die immer genau das Gegenteil der Wahr­heit sagt ]
Epimenides ist Kreter.

Es ist stets das Gegen­teil dessen wahr, was Epimenides sagt.

Abgesehen davon, dass die Prämisse im Obersatz angeblich von Epimenides, einem Kreter, selbst stammt, also ver­meint­lich eine Lüge ist, sowie dass sie zumindest fragwürdig ist (sicher sind nicht alle Kreter Lügner), ist ein Problem hier die implizite Annahme, das Wort „Lügner“ würde jemanden bezeichnen, der immer das Gegen­teil der Wahrheit sagt. Tatsächlich ist ein „Lügner“ aber eher jemand, der nur manchmal, womöglich sogar nur bei einer einzigen relevanten Begebenheit, die Unwahrheit gesagt hat.

Hinweis: die genaue Formulierung, die Epimenides verwendet hat, ist nicht überliefert. Wir kennen die Aussage nur als indirektes Zitat aus dritter Hand. Das eigentliche Paradoxon ist aber natürlich, dass die Aussage im Obersatz („Alle Kreter sind Lügner“) angeblich von Epimenides selbst stammen soll.

FIXME Dieser Artikel ist noch in Bearbeitung und daher unvollständig.

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