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Naturargument

Eine Form von Scheinargument, das auf einer Verklärung der „Natur“ bzw. „Natürlichkeit“ beruht. Es beruht auf der (unbelegten) Grundannahme, dass „natürlich“ mit „gut“ gleichzusetzen sei.

Diese Mohnpflanzen werden rein biologisch angebaut.
Das daraus gewonnene Heroin ist völlig gesund!

Nicht alles, was natürlich ist, ist tatsächlich gut oder gesund für uns.

Andere Namen

  • (Argumentum) ad naturam
  • Appeal to Nature

Beschreibung

Die meisten Menschen empfinden eine natürliche Umgebung als schön und ein Leben im Einklang mit der Natur als erstrebenswert. Daran ist auch nichts auszusetzen.

Zu einem Problem wird es erst, wenn ein wie auch immer gearteter Zustand der „Natürlichkeit“ als „gut“ verklärt wird, ohne dass hinterfragt wird, ob dies tatsächlich gerechtfertigt ist.

Neben zweifellos „guten“ natürlichen Dingen gibt es auch einige, die bestenfalls in sehr spezifischen Situationen gute Aspekte haben. Man denke nur an „natürliche“ Prinzipien wie „das Recht des Stärkeren“ oder von „fressen und gefressen werden“, mal abgesehen von Krankheit und Tod.

Ob im jeweiligen Einzelfall etwas „natürliches“ tatsächlich besser besser oder schlechter ist als die Alternative, muss in jedem Einzelfall entschieden werden. Ein einfacher Verweis auf die „Natürlichkeit“ reicht dafür nicht aus.

Begriff der „Natur“

Auch der Begriff „Natur“ ist in diesem Zusammenhang problematisch: zwar ist der Begriff nicht völlig beliebig, aber die Definition dessen, was ein „natürlicher“ Zustand ist, kann sehr stark variieren: sind z.B. die mitteleuropäischen Kulturlandschaften (z.B. Streuobstwiesen) wirklich der „Naturzustand“ oder muss man bis in den Zustand zur Steinzeit zurück gehen?

FIXME Dieser Artikel ist noch in Bearbeitung und daher noch unvollständig.

Beispiele

Siehe auch

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