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Verteilungsfehler

Damit ein Syllogismus gültig ist, müssen die Begriffe in bestimmten Positionen in den Aussagen auftauchen. Die Regeln, welche diese Positionen festlegen werden als „Verteilungsregeln“ (auch „Distributionsregeln“) bezeichnet.

Verteilungsregeln

Stark vereinfacht könnte man den Begriff der Verteilung so beschreiben, dass damit ausgedrückt wird, ob die Aussage sich auf eine Teilmenge der damit bezeichneten Objekte bezieht, oder auf auf alle Objekte.

Für die vier verschiedenen Aussageformen, die in einem Syllogismus vorkommen können, gelten die folgenden Zuordnungen für die Distribution:

Subjekt Prädikat
A Alle S sind P verteilt  nicht verteilt
I Keine S sind P nicht verteilt nicht verteilt
E Einige S sind P verteilt verteilt
O Einige S sind nicht P nicht verteilt verteilt

Dabei gelten die folgenden Einschränkungen:

  1. Der Mittelbegriff, der die beiden Prämissen verbindet, muss in mindestens einer der Prämissen verteilt vorkommen. Ist er in beiden Prämissen in einer unverteilten Position, gilt dies als der Fehler vom „unverteilten Mittelbegriff“.
  2. Steht ein Begriff in der Schlussfolgerung in einer verteilten Position, muss er auch in einer der Prämissen in einer verteilten Position erscheinen. Traditionell unterscheidet man bei Fehlern hier zwischen unverteiltem Ober- und Unterbegriff; Zum besseren Verständnis werden sie hier als Fehler vom „unverteilten Schlussbegriff“ zusammengefasst.

Siehe auch

  • Syllogismus – zugrunde liegende logische Schlussform

Andere syllogistische Fehlschlüsse:

logik/fehlschluesse/verteilungsfehler/hauptseite.txt · Zuletzt geändert: 2018/04/29 15:18 von Sascha