Ad Hominem Info

Irrtümer und Trugschlüsse en gros und en detail

Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


rhetorik:scheinargumente:ignoratio_elenchi

Dies ist eine alte Version des Dokuments!


Ignoratio elenchi

(Lat./Altgr: „Unkenntnis der [korrekten] Widerlegung“) ist ein Scheinargument, bei dem eine andere Behauptung bewiesen oder widerlegt wird als die eigentlich zur Diskussion stehende und dies dann als Beweis für oder wider des eigentlichen Themas angenommen wird.

Andere Namen

  • Irrelevante Schlussfolgerung
  • Das Thema verfehlen

Herkunft und Abgrenzung

Aristoteles benutzte diesen Begriff bereits in seinem Werk „Organon“, allerdings mit einer sehr viel weiteren Bedeutung als es heute üblich ist – im aristotelische Sinn umschließt dieser Ausdruck praktisch alle (logischen und rhetorischen) Fehler.

Diese sehr weite Auslegung des Begriffes ist heute nicht mehr üblich, stattdessen wird „Ignoratio elenchi heute meist als Synonym für ein rhetorisches Ablenkungsmanöver) gebraucht.

Im Rahmen dieser Site wird der Begriff weiter abgegrenzt und bezeichnet nur rhetorische Fehler die aus absichtlichen oder unabsichtlichen Argumentationsfehlern herrühren. Der Begriff ist somit das rhetorische Gegenstück zum Non Sequitur im Bereich Logik.

Beschreibung

In diesem Sinne bezeichnet „Ignoratio elenchi jede Form von Erwiderung, welche nicht geeignet ist, das Ausgangsargument zu schwächen oder zu widerlegen. Dazu gehören u.a. die folgenden Scheinargumente und Ablenkungsmanöver:

Dabei ist zu beachten, dass es praktisch für alle diese auch Ausnahmen gibt, wo sie gerechtfertigt sein können. In diesen Fällen handelt es sich natürlich auch um keine Ignoratio elenchi-Fehler.

Siehe auch

Weitere Informationen

rhetorik/scheinargumente/ignoratio_elenchi.1546808222.txt.gz · Zuletzt geändert: 2019/01/06 21:57 von Sascha