Argument aus Nichtwissen
Ein Scheinargument oder ein Denkfehler, bei dem unter Umkehrung der Beweislast aus der Abwesenheit von Beweisen (fälschlich) auf Fakten geschlossen wird.
Als Beispiel sollte man die folgende Argumentation kennen, die auch unter dem Namen „Russells Teekanne“ bekannt:
Es kann nicht bewiesen werden, dass im Weltall keine Teekanne existiert, die um die Sonne kreist.
Daraus folgt, dass eine solche Teekanne existiert.
Daraus, dass kein Beweis für die Nichtexistenz existiert (oder bekannt ist), kann man natürlich keinen Beweis für die Existenz ableiten. Zusätzlich liegt hier die Beweislast bei demjenigen, der eine solche Aussage tätigt, was noch schwerer wiegt, als ein negativer Existenzbeweis (sprich: Beweis der Nichtexistenz) besonders schwer bis unmöglich zu erbringen ist.
Dabei ist die Frage nach der Beweislast sehr relevant hier: Es gibt Fälle, in denen nicht die Nichtexistenz, sondern die Existenz zu beweisen ist – etwa vor Gericht, um die Schuld des Angeklagten zu beweisen – in diesem Fall gilt, dass die Argumentation auch umgekehrt anzuwenden ist
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